unter Findlingen (Felsstein)

 

 

Einzeln verstreut oder einige beisammen

als wären sie eingefügt, von einer riesigen Hand

liegen in einem Hochwald grossmächtige Steine

Findlinge im Abseits und du dort alleine.

 

In dir ist ein komisches, gar sonderbares Gefühl,

so richtig seltsam ist rundum die Stille!

Nur die riesigen Fichten, sie säuseln ihr Lied,

hörst du ihnen zu, geht das bis ins Gemüt.

 

Die Ruhe hier tut gut, in dieser rastlosen Welt,

in der es leider trotz allem an manchem fehlt!

Es lässt einen vergessen was einen belastet,

macht glücklich, ja, zufrieden, was du so oft nicht mehr erlebst!

 

Entkommst hier dem Alltag über dem du manchmal fluchst,

findest möglicherweise, wonach du immer schon suchst?

Giebt es hier etwas, das dein Hirn nicht versteht?

Irgendeine Sache, aus einer vergangenen Welt?

 

Unbekanntes umfängt dich, Millionen von Jahren,

gänzlich unbegreiflich, vielleicht mystisch sogar?

 

Beinahe unheimlich was du hörst, eher noch spürst,

beinahe kleinlaut, am Rücken du frierst,

ziehen die Gedanken ohne Raum, ohne Zeit

in Eintracht und Frieden, in der Unendlichkeit!

 

Die Geheimnisse der Steine unter den mächtigen Bäumen,

erweckt Ehrfurcht und Demut, gibt dir Kraft für Daheim!

 

Einige Schritte weiter von den uralten Steinen,

von den riesigen Findlingen, die ich meine,

bleiben deine Füße wie von selber fast stehen,

denn was du hier siehst ist undbeschreiblich und schön!

 

Ein Wasser rinnt hier, ganz sonderbar,

ein wenig seltsam rostbraun, sonst aber klar,

ganz langsam ins Tal beinah mit Bedacht,

sein geschwungenes Bett in die Erde gegraben.

 

Auch blau-grüne Polster weich, wie aus Samt,

das Moos bis aufs Wasser hinunterreicht,

säumt wie eine Decke den Graben ein,

und kindhohe Findlinge, verstreut mittendrin!

 

Dazu schickt die Sonne ihr strahlendes Licht,

das durch den Hochwald leuchtet,

bringt den Tau auf den Polstern so richtig zum glänzen,

als wenn tausend Strene dort tantzen!

 

Hier und dort siehst du, in einem orangenem rot,

leuchtende Beeren, wie sie nur die Vogelbeere hat,

randvoll die Äste, sodaß sie hängen,

damit sie bis zum Boden herabreichen!

 

Uns leise säuseln die Wipfel weiter ihr Lied,

dazu rundum Vögel, anscheinend nie müde,

im Wechselspiel zwischen Licht und Schatten,

können sie kaum die Libellen und Mücken fangen!

 

Der Wind schaukelt sanft das hohe Gras hin und her,

wie goldgelbe Wellen, draußen am Meer,

und die gefallen Bäume und modernden Stümpfe,

verfaulen grad hier auf ihrem Platz,

schließen so den Kreislauf der Natur,

haben den schönsten Platz,

für die letzte Ruhe!

 

Wanderer | Die Erde spricht | a Findling

 

...unt`a Findling...(Erinnerungen ans Waldviertel 1999)

 

Oanzl`n, va`straht - oda, an etla bei`naund,

grod, wia`wans zaum g`loaht - von ana riesig`n Haund,

lien`gan in an Hochwoid - großmächtige Stoa`h,

Findling... in da Oa`schicht - und du duat, alloa`h !

 

In dia`h is a komisch`s - goa sondaboa`s Gfü`h,

schia`h richti södsaum - is rundum de `Stü`h !

Nua`h, de riesig`n Feicht`n - de` säisl`n ea`h Liad,

loh`st ea`na zua`h - geht`s eini in`s G`miad.

 

De `Ruah do`h, duat guat - in dera rostlos`n Wö`t,

wo`s leida trotz oi`n - aun so maunch`n scho`föht !

S`loßt oan va`gess`n - wo`s oan so belosst,

mocht glickli, jo`h z`fried`n - wos`t so oft nea`ma host !

 

Entkimm`st do`, dem Oi`tog - üwaden`st hianto fluachst ?

Find`st, vielleicht goa`h - wo`nochst, oi`weu `scho `suach`st ?

Gibt`s denn, grod do `wos - wos s`Hirn net va`steht,

irg`nd a Soch, aus`na - va`gaun`ganen Wö`t ?

 

Un`bekauntes umfaungt di` - Millionen vo Joa`h,

schia`h unbegreif`li - vielleicht mystisch sogoa`h ?

 

Fost scho`h unhoam`li - wo`st heast, mea`h no g`spiast,

scho`glei` a weng kloa`laut - am Bug`l hint, friea`st,

ziag`n de Gedaunk`n - ohne Raum, ohne Zeit,

in Eintrocht und Fried`n - in da Un`endlichkeit !

 

Des G`hoami, um de Stoa`h - unta de mächtig`n Bahm,

erweckt Ea`fuacht - und Demut, gibt`da Kroft, fia`h da`ham !

 

...an et`la Schriat weida - va`de ua`oid`n Stoa`h,

vo`h de riesig`n Findling - de `wos i moa`h,

blei`m da de Fiaß - wia`h va`söwa fost ste`h,

wei`h, wos`t do da`siagst - is unbeschreibli und schä`h !

 

A Wass`al rinnt do`h - gauns sondaboa`h,

a weng komisch, rostbrau`h - sunst owa kloa`h,

gauns laungsaum no `Toj` - fost mit Bedocht,

sei` g`schwunganes Bett - in d`Ea`d eini`gmocht.

 

A blau`greane Poist`a - woach, wia`h aus Saumt,

s`Moos bis auf`s Wossa - do owi`glaungt,

sahmt grod wir`a Tuchat - s`Grawi ei`h,

und kindshoche Findling - va`straht, mitt`ndrei`h !

 

Dazua`h schickt d`Sun - ia`h stro`hlendes Liacht,

des duach`n Hochwoid - duachaschliaft,

bringt in Tau, auf de Poist`a - so richti zan glaunz`n,

grod wia`waun daus`nd Stern`dal - duat daunz`n !

 

Duat und do`h siag`st - in an oa`rauschanen "Rot",

leicht`ade Beah`l - wia`s nua`h a Vogl`bea`h hod,

bumm`voi, de` Äst - das`schia` richti hän`gan,

ead`a weis, bis am Bod`n - owi glän`gan !

 

Und leise, säisl`n d`Wüpf`in - weida ea`h Liad,

dazua`h rundum d`Vogal - wean a schia`h net miad,

in Wex`lspüh - va`Liacht und Schodd`n,

kinnan`s d`Li`böhn - und d`Muck`n kam grod`n !

 

Da Wind schaukl`d sanft - s`hoche Gro`s hin und hea`h,

wia,h goid`göbe Wöh`n grod - moa`st drauß`n am Mea`h,

und d`gfoin`an Bahm - und d`Mohda`stäck,

dafäu`n rundum - grod auf eanan Fleck,

schliaß`n so`h - in Kreislauf dea`h Natua`,

haum in schänst`n Plotz - fia`h d`letzte Rua`h !

 

zurück